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Wenn der Wald spricht 1 - Kapitel 13

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Wenn der Wald spricht... 1

von Stefan Hertrich (Hörbuch 2011)


Hörbuch 2011. Als CD- oder Download-Version hier im Shop erhältlich.

 

13. Kapitel: Die Macht des Augenblicks

Jeden Morgen, wenn sich der frische Tau über unsere Blätter legt und langsam die Sonne aufgeht, bricht ein neuer Tag heran. Als du heute die Augen aufgetan hast, hat auch für dich ein neuer Tag begonnen. Jeden Morgen liegt es in deiner Macht, nicht nur einen neuen Tag, sondern ein neues Leben zu beginnen. Denn deine Entscheidungen von heute sind dein Leben von morgen. Wie mächtig Entscheidungen sein können, wenn sie mit absoluter Entschlossenheit getroffen werden, zeigen Menschen, die von einer Sekunde auf die andere einer Sucht entsagen. Auch in anderen Lebensbereichen muss es gar nicht lange dauern, bis du das ernten kannst, was du heute säst. Die tiefgreifendsten Veränderungen deines Lebens vollziehen sich nämlich oft nicht über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie geschehen in einem einzigen magischen Augenblick, in dem dir etwas zufällt. Ihr nennt das Zufall, aber Momente wie diese sind eher das Resultat einer im Vorfeld mit Entschlossenheit getroffenen Entscheidung. Sobald du bewusst und bedingungslos eine Entscheidung gefällt hast, können die Intuition und die Inspiration zu arbeiten beginnen. Sie nehmen dich dann an der Hand und führen dich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort, damit dieser magische Augenblick geschehen kann.

Einer eurer schönsten magischen Augenblicke ist zweifellos die Liebe auf den ersten Blick. Dieser kurze Moment kann das Leben zweier Menschen von Grund auf verändern – ganz gleich was vorher war und wie lange es war. Der Augenblick ist es also, der dafür sorgt, dass du ein Ziel letztendlich erreichst – ganz gleich, wie festgefahren deine aktuelle Lebenssituation sein mag und wie lange du gedanklich schon um das Problem kreist. Das bedeutet, dass nicht nur das Handeln ausschlaggebend ist, also wie sehr du daran arbeitest, um dein Ziel zu erreichen, sondern auch wie offen du für den magischen Augenblick der Erfüllung bist. Dass du nicht offen für diesen Moment und damit das Erreichen des Ziels bist, kann verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel Angst vor der Veränderung, Zweifel, Hast und Frustration.

Wenn du unentschlossen bist, weil du mit dem Ziel gewisse Ängste verbindest, liebäugelst du zwar mit der Veränderung, bist aber noch nicht dazu bereit, dich bedingungslos für dein neues Leben zu entscheiden. Vielleicht willst du berühmt werden, hast aber Angst, im Rampenlicht zu stehen. Deshalb ziehst du unterbewusst das unscheinbare, bequeme Leben dem Berühmtsein vor. Oder du sehnst dich nach einer Partnerschaft. Aber die Angst, verletzt zu werden oder deine Freiheit zu verlieren, überwiegt. Nur wenn du wirklich mit jeder Faser deines Seins den Mut zur Veränderung hast und gewillt bist, einen gewissen Preis dafür zu zahlen, werden dir die Intuition und die Inspiration den magischen Augenblick offenbaren. Andernfalls verbringst du möglicherweise Jahre mit schwammigen Träumereien und halbherzigen Taten, die dich kaum weiterbringen werden.

Ähnlich verhält es sich mit dem Zweifeln. Du glaubst nicht ernsthaft daran, dass du dein Ziel wirklich erreichen kannst. Und weil man nur sieht, was man glaubt, wirst du den magischen Augenblick schlicht und einfach übersehen. Auch wenn du durchs Leben hetzt, weil du denkst, dass du dein Ziel nur erreichen kannst, wenn du dich dafür abmühst, bist du nicht offen für die Inspiration. Du bist gedanklich schon drei Schritte weiter in der Zukunft, weil du meinst, für das Jetzt keine Zeit zu haben. Da sich der magische Augenblick aber immer im Jetzt ereignet, verpasst du ihn. Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die ihr ganzes Glück vom Erreichen ihres Ziels abhängig machen. Das ist häufig der Fall, wenn Menschen denken, dass sie ohne Partnerschaft nicht glücklich sein können. Dann wirst du verbittert und versinkst vor lauter Frust in Selbstmitleid. Anstatt die sich bietenden Möglichkeiten des Augenblicks zu erkennen, sieht der frustrierte Mensch ohne Inspiration nur Hindernisse. Wer so verkrampft, kreist möglicherweise jahrelang um sein Ziel, ohne auch nur einen Schritt weiterzukommen. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem das Nachdenken so viel Leid erzeugt hat, dass du begreifst, wie wenig dienlich es dir ist. Dann lässt du dein Ziel gedanklich los, entkrampfst und bist plötzlich offen für den magischen Augenblick.

Wenn du es also schaffst, dich für den magischen Augenblick zu öffnen und ihm Raum zu geben, kann ein einziger Moment den Anfang eines neuen Lebens bedeuten. Dazu musst du die Zukunft, für die du dich entscheidest, wirklich wollen – aber ohne zu verkrampfen und dein ganzes Glück davon abhängig zu machen.

 

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