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Wenn der Wald spricht 1 - Kapitel 04

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Wenn der Wald spricht... 1

von Stefan Hertrich (Hörbuch 2011)


Hörbuch 2011. Als CD- oder Download-Version hier im Shop erhältlich.

 

4. Kapitel: Dankbarkeit

Sobald du ein gestecktes Ziel erreicht oder deinen roten Faden gefunden hast, ist es wichtig, dass du nach wie vor deine Aufmerksamkeit darauf richtest. Sonst besteht die Gefahr des Verlusts, weil du deine Prioritäten auf andere Dinge verlagerst. Das beste Mittel hierfür ist Dankbarkeit. Sie ist wie das Wasser für die Pflanzen, die du regelmäßig gießen musst, damit sie nicht eingehen. Wenn du dankbar dafür bist, was du hast, anstatt darüber frustriert zu sein, was du nicht hast, entkrampfst du. Die Inspiration kann weiter fließen, um das, was du schon erreicht hast, zu festigen oder sogar noch mehr daraus zu machen.

Die Wirklichkeit ist wie ein Spiegel. Du kannst darin nur das sehen, was sich davor befindet. Wenn sich ein undankbarer Mensch, der nur griesgrämig daran denkt, was er nicht hat, vor diesen Spiegel stellt, wird die Wirklichkeit unzählige Dinge für ihn widerspiegeln, damit er immer nur diesen Mangel sieht. Blickt jedoch ein dankbarer Mensch hinein, der zufrieden ist mit dem, was er hat, wird ihm die Wirklichkeit unzählige Gelegenheiten bieten, um Fülle wahrzunehmen und danach zu greifen. Das meine ich mit Inspiration. Der Spiegel gibt dem dankbaren Menschen kreative Eingebungen, um noch mehr erreichen und sich entfalten zu können. Beide Menschen - der dankbare und der undankbare - leben in der gleichen Wirklichkeit, aber der Spiegel des einen ist getrübt. Der undankbare Mensch erwartet nichts, sieht nichts und bekommt nichts. Der dankbare Mensch hingegen ist immer in freudiger Erwartung, was das Leben ihm als Nächstes zu bieten hat. Er sieht viele Möglichkeiten und wird letztendlich mehr bekommen.

Dankbarkeit ist eine Denkweise, und jede Denkweise ist ein Resultat der Gewohnheit. Gewohnheiten entstehen, wenn man etwas regelmäßig tut, aber auch, wenn man etwas regelmäßig denkt. Welche Macht von dieser Regelmäßigkeit ausgehen kann, könnt ihr in der Natur sehen. Wasser ist weich und unscheinbar, aber sein beharrliches Fließen vermag im Laufe der Zeit selbst das härteste Gestein zu formen. Stell dir deine Gedanken wie das Wasser vor. Es muss kein reißender Strom sein, denn wie ihr wisst: Steter Tropfen höhlt den Stein. Jeder noch so flüchtige Gedanke der Dankbarkeit ist ein solcher Tropfen, der deine gewohnte Denkweise nach und nach verändern wird. Beginne den Tag mit einem Gedanken der Dankbarkeit, sei er auch noch so allgemein. Zum Beispiel kannst du dafür dankbar sein, dass du gesund bist und mit deiner ganzen Vitalität diesen neuen Tag beginnst. Im Laufe der Zeit werden dir immer mehr und immer speziellere Dinge einfallen, für die du dankbar sein kannst. Deine gewohnte Denkweise und damit die Wahrnehmung der Wirklichkeit wird sich aber nur ändern, wenn du diesen Gedankenstrom täglich fließen lässt. Den meisten Menschen fällt es schwer, Disziplin dafür aufzubringen. Denn ihr seid es nicht gewohnt, euer Denken bewusst zu beeinflussen. Manche von euch entwickeln genügend Willenskraft, um ihren Körper täglich eine Stunde zu trainieren. Aber sie kämen nicht auf die Idee, der Formung ihrer Denkweise zumindest eine Minute zu widmen.

 

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