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Wenn der Wald spricht 1 - Kapitel 02

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Wenn der Wald spricht... 1

von Stefan Hertrich (Hörbuch 2011)


Hörbuch 2011. Als CD- oder Download-Version hier im Shop erhältlich.

 

2. Kapitel: Wachstum & Selbstfindung

Damit du überhaupt wachsen kannst, muss ein Samen in die Erde gesetzt werden. Finde den Samen in dir, damit der Baum des Lebens sprießen kann. Welche Vision hast du von dir selbst? Was kann diese Vision deinen Mitmenschen vermitteln? Wie kann dein Wesen die Welt inspirieren? Du wirst diesen Samen nicht nur im Nachdenken finden. Du musst auch leben, um herauszufinden, wer du bist und wer du werden willst. Dann wirst du ganz von allein gedeihen und deine volle Pracht entfalten – langsam, aber stetig – so wie wir.

Es wird Zeiten geben, in denen du auf der Stelle zu treten scheinst. Diese Zeiten sind wichtig, damit du Ruhe findest und wieder zu Kräften kommst. Oder damit du Abstand gewinnst und merkst, dass einige Aspekte deiner Vision gar nicht mehr mit dem übereinstimmen, wer du eigentlich sein willst. Lass den Stillstand zu. Er wird zur richtigen Zeit weichen wie der Frost, damit du neue Blüten tragen kannst und weiterwächst. Wachstum bedeutet stets Veränderung. Nimm jede Veränderung mit freudiger Erwartung an, damit du mit dem Strom des Lebens schwimmst und nicht dagegen. So kommst du schneller voran. Auch wir sind mit jedem Moment unseres Seins im Wandel begriffen. Kein Augenblick gleicht dem Vorherigen. Ein Blatt fällt, ein Vogel setzt sich in unser Geäst, ein Sonnenstrahl zwängt sich durch das Dickicht und Schmetterlinge tänzeln freudig in der Luft. Jeder Moment bedeutet Veränderung. Nimm die Veränderung an, anstatt wehmütig an die Vergangenheit zu denken oder dir um die Zukunft Sorgen zu machen. Kreise nicht so viel um deine Gedanken, sondern tanze wie die Schmetterlinge. Du musst dich nicht immerfort fragen, wie du dich selbst findest. Es genügt, zu spüren, dass du lebst. Und je mehr du spürst – dich spürst –, desto weniger wirst du verzweifelt nach Antworten suchen. Je mehr deiner Zeit du damit verbringst, unmittelbar zu leben – mit anderen, aber auch im Alleinsein mit dir selbst –, desto leichter wird es dir fallen, dich zu finden.

 

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