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Impulse aus der Geistigen Welt - Kapitel 04

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Impulse aus der Geistigen Welt

von Irina Yashina und Stefan Hertrich (Hörbuch 2014)


Hörbuch 2014. Als CD- oder Download-Version hier im Shop erhältlich.

 

4. Kapitel: Seine Stimme

Die meiste Zeit bist du jedoch völlig auf den Verstand fixiert und überhörst die Stimme deiner Seele. Hm, wie spricht sie eigentlich? In Form von kurzen und normalerweise ziemlich leisen Impulsen – im Gegensatz zu deinem Verstand, der unaufhörlich lautstark vor sich hinplappert. Und genau das ist die Herausforderung: Dass du bei dem nicht enden wollenden Gerede deines Verstandes nicht die zaghaften Impulse deiner Seele überhörst – oder sogar beides verwechselst.

Lass mich dir ganz konkret erklären, wie es ist, wenn beide Berater – Verstand und Seele – im Alltag mit dir reden: Nehmen wir an, du wurdest auf eine Party eingeladen. Aber irgendwie hast du ein schlechtes Gefühl und willst die Party sausen lassen. Woher kommt dieses schlechte Gefühl? Wenn es ein anhaltendes Gefühl ist und nicht nur ein kurzer Impuls, dürfte dein Verstand es hervorgerufen haben. Er erinnert sich vielleicht an eine unangenehme Erfahrung, die du in der Vergangenheit auf einer Party gemacht hast. Vielleicht hast du dich dort gelangweilt, warst hundemüde oder dir war irgendetwas unangenehm. Oder du gehst nur selten auf Partys und fühlst dich dort unter Menschen unsicher. Basierend darauf spricht nun dein Verstand mit dir. Und da er dein Kontrollorgan ist, warnt er dich – in Form eines anhaltenden negativen Gefühls. Das fühlt sich dann so an, als hättest du den ganzen Tag einen Stein in der Magengegend – ein flaues Gefühl im Bauch. Ihr nennt das gerne „schlechtes Bauchgefühl“, aber mit dem Bauch hat das nichts zu tun. Und schon gar nicht mit deiner Seele ... Hättest du auf einer Party in der Vergangenheit angenehme Erfahrungen gemacht, würde dir dein Verstand ganz andere Signale senden. Dann hättest du stattdessen ein anhaltendes positives Gefühl. Mit Bauchgefühl, Intuition oder deiner Seele hat das also nichts zu tun. Wenn du nun wissen willst, ob du auf diese Party gehen sollst oder nicht, frage dich Folgendes: Ist da nur dieses anhaltende negative Gefühl oder vielleicht noch etwas? Zum Beispiel eine immer wieder kurz aufkommende Ahnung, dass es aus irgendeinem Grund wichtig wäre, dorthin zu gehen? Vielleicht sogar hin und wieder ein leichter enthusiastischer Schub? Das wäre die Stimme der Seele. Sie flüstert nur kurz, wenn das Tor zu ihr geschlossen ist, aber ruft umso lauter, wenn es weit offen steht.

Also merke dir: Ein Gefühl, das dich lange begleitet, wird normalerweise von deinem Verstand hervorgerufen. Du hast eine bestimmte Meinung, erzeugst dann mit deinem Gehirn entsprechende Gedanken und das wiederum erzeugt in dir ein bestimmtes dauerhaftes Gefühl, das sogar Jahre anhalten kann. Das macht dich dann zum Beispiel zu einem Partymuffel. Nicht, weil alle Partys schlecht oder langweilig sind. Sondern weil du auf deine vergangenen Erfahrungen, Gewohnheiten, Zweifel und Ängste hörst und daraus eine allgemeingültige Regel bastelst. Basierend auf Dingen, die nichts mit der Realität zu tun haben, also in diesem Fall mit einer bestimmten Party, sondern nur mit deinem Kopf. Daher sind die Gefühle, die der Verstand hervorruft, keine echten Gefühle. Sie entstehen nicht situativ, sondern beruhen lediglich auf allgemeinen Vermutungen. Achte lieber darauf, was dein anderer Berater, die Seele, zu sagen hat. Wenn sie es für richtig hält, auf diese ganz bestimmte Party zu gehen, sendet sie dir hin und wieder einen enthusiastischen Schub. Oder den Impuls, dass es einfach richtig wäre, dorthin zu gehen. Natürlich kann der Impuls deiner Seele auch negativ sein, falls diese Party nichts für dich ist. Deine Seele erzeugt dann tief in deinem Inneren die Ahnung, dass die Sache für dich nicht stimmig ist, vielleicht sogar, dass irgendetwas faul ist – und sendet natürlich keinen enthusiastischen Schub.
Keine Panik. Du musst jetzt nicht anfangen, jedes Gefühl in dir genau zu analysieren, bevor du eine Entscheidung triffst. Ab und zu kann man ruhig danebenhauen. Aber mehr dazu später.

Versuche einfach Schritt für Schritt, die leisen Impulse deiner Seele immer deutlicher zu hören. Indem du lernst zu unterscheiden: Wie fühle ich mich grundsätzlich bezüglich einer Sache, also die meiste Zeit des Tages? Das ist die Stimme des Verstandes. Und welche kurzen, schubartigen Gefühle, Bilder oder Ahnungen bekomme ich diesbezüglich? Also nicht die ganze Zeit, sondern hin und wieder? Das ist die Stimme der Seele.

Ja, ich weiß, es gehört viel Mut dazu, sich nicht mehr auf seinen Verstand zu verlassen. Schließlich halten die meisten von euch das Denken für den Inbegriff von Vernunft und Logik. Aber wer sagt, dass die Seele nicht über Vernunft und Logik verfügt? Das Denken an sich ist für ein erfolgreiches, glückliches Leben nicht ausschlaggebend. Selbst nicht bei Dichtern und ... Denkern. Sie verlassen sich eher auf etwas anderes, wenn sie ihre Meisterwerke erschaffen. Erst danach, wenn der kreative Prozess abgeschlossen ist, kommt das klassische Denken des Verstandes zum Einsatz. Um das in Form zu bringen, was sie zuvor in einem intuitiven, aber nicht minder vernünftigen und logischen Prozess ... empfangen haben.

Ja, die Seele kann euch sogar bei der geistigen Arbeit helfen. Zwar kommuniziert sie mit euch in Form von energetischen Impulsen, aber diese Impulse werden in völlig logische Strukturen wie Wörter, Formeln oder Töne umgewandelt – sofern du ihnen vertraust und sie einfach fließen lässt, anstatt immer nur nachzudenken. Wenn du dich in einen solchen Zustand fallen lässt, weißt du nicht, was du als Nächstes schreiben oder sagen wirst. Es geschieht einfach. Das Tor zu deiner Seele ist dann sehr weit offen. Zwar ist dabei deine Aufmerksamkeit etwas vom Verstand abgelenkt, aber das bedeutet nicht, dass es dir an Vernunft und Logik mangelt. In diesem Zustand der Offenheit erhältst du kein heilloses Durcheinander, sondern absolut logische Eingebungen. Alle genialen Kunstwerke, Erfindungen und wissenschaftlichen Errungenschaften wurden von Seelen inspiriert – in Momenten, in denen der Erschaffer war, wer-er-wirklich-ist.
In einem Zustand wie diesem erhältst du jedoch nicht nur geistige Impulse. Du erhältst auch den Enthusiasmus und die Kraft, das in die Tat umzusetzen, was wer-du-wirklich-bist umsetzen will.

Auf die Stimme der Seele zu hören bedeutet also auch, darauf zu achten, für was du Enthusiasmus und Kraft erhältst. Beides muss dir nicht unbedingt immer zur Verfügung stehen, sondern genau dann, wenn deine Seele es für sinnvoll erachtet. Selbst die Erschaffer von Meisterwerken sind nicht immer voller Tatendrang. Auch sie sind nicht immer, wer-sie-wirklich-sind. Auch sie sind häufig in Dramen verstrickt und haben mit Schwächen und Lernaufgaben zu kämpfen. Auch sie sehen sich oft als rein körperliches Wesen im Überlebenskampf. Aber in bestimmten Augenblicken können sie all das loslassen. Dann öffnet sich das Tor zu ihrer Seele.
Wie du dieses Tor willentlich öffnen kannst, dazu kommen wir bald, hab noch ein klein wenig Geduld ...

 

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